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Vegane Ernährung = Mangelernährung?

12. August 2018
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Leider leider wird die vegane Ernährung immer noch viel zu oft als Mangelernährung bezeichnet. Völlig zu Unrecht. Und das kann ich aus ganz eigener Erfahrung sagen. Ich ernähre mich jetzt seit 4 Jahren rein vegan. Meine Blutwerte sind 1A. Alles bestens. Für meinen Mann gilt dasselbe. Diese Form der Ernährung tut nicht nur unglaublich gut. Bei einer ausgewogenen veganen Ernährung fehlt es auch an nichts. Alle Nährstoffe, die ihr braucht, könnt ihr darüber abdecken. Ok, fast alle. Tatsächlich sollte man vor allem 2 Vitamine supplementieren: Vitamin B12 und Vitamin D. Jetzt ist es aber nicht so, dass nur Veganer zu wenig davon abbekommen. Auch Menschen, die Fleisch, Milch oder Eier essen, haben häufig einen Mangel an diesen Vitaminen. Nur interessiert es da meistens keinen. Vitamin B12 ist nämlich nicht tierischen Ursprungs, sondern wird von Mikroorganismen produziert. Diese können sich an den unterschiedlichsten Stellen befinden. Zum Beispiel in Erde. Zieht man also eine Möhre aus der Erde und isst sie auf, ohne sie zu putzen, hat man schon was für seinen Vitamin B12-Haushalt getan. Da heutzutage aber alles mehr als gut gereinigt wird, entfällt diese Quelle schon mal zu einem großen Teil. Und leider haben viele Böden durch die industrielle Landwirtschaft auch nicht mehr die Qualität, die sie früher mal hatten. Zum anderen ist es so, dass Tiere durch Grasen und durch das Essen von Erde und Kot Vitamin B12 aufnehmen. Und wenn wir wiederum die Tiere essen, nehmen wir so auch Vitamin B12 zu uns. Oder eben auch nicht, wenn die Böden es nicht hergeben. Dann wird es auch gerne mal den Tieren zusätzlich zur Nahrung hinzugefügt. Zusammengefasst lässt sich also sagen: Warum erst den Umweg über die Tiere gehen. Jeder (!) sollte auf seinen Vitamin B12-Haushalt achten und das Vitamin bei Bedarf supplementieren. Ein einfacher Bluttest beim Arzt gibt euch schnell Aufschluss darüber.
Und wie sieht es mit Vitamin D aus? Hier gilt das Gleiche: Nicht nur Veganern kann es an Vitamin D mangeln. Zum einen kann der Körper das Vitamin mithilfe von Sonnenlicht selbst produzieren. Dafür sollte die Sonne aber in einem ganz bestimmten Winkel auf einen recht großen Teil unserer Haut strahlen. Nicht immer ganz einfach. Deshalb gilt auch hier: am besten mit Nahrungsergänzungsmitteln arbeiten. Und am besten regelmäßig Pilze und Avocados essen. Die enthalten nämlich auch ein bisschen davon. Häufig ist auch pflanzliche Margarine damit angereichert. Vitamin D übernimmt viele Aufgaben in unserem Körper. Es ist zum Beispiel wichtig für gesunde Knochen und das Herz-Kreislaufsystem. Auch hier kann ich übrigens sagen: Mein Vitamin-D-Wert ist top. Ab und zu ein bisschen in die Sonne gehen und immer wieder ein paar Tropfen zusätzlich zur pflanzlichen Nahrung reicht also offensichtlich vollkommen aus. Also: entspannt euch :) Alles halb so wild. Ein wichtiger Partner für Vitamin D ist übrigens Vitamin K. Das solltet ihr immer zusammen mit Vitamin D einnehmen.

Übrigens: Wer sich (noch) nicht vegan ernährt, es aber gerne mal probieren möchte, für den hat das Deutsche Tierschutzbüro ein tolles Angebot. Tweynty4VEGAN. Ein Programm, bei dem ihr euch einfach mal ganz unkompliziert einen Tag lang rein pflanzlich ernähren könnt. Und zu gewinnen gibt’s auch noch was. Interesse? Dann einfach mal rüberklicken.

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2 Comments

  • Reply Heike 14. August 2018 at 7:32 pm

    Ich nehme auch Vitamin B12 und im Winter Vitamin D3. Dabei sollte man auch unbedingt das Vitamin K2 supplementieren.

    LG Heike

    • Reply Tanja 25. August 2018 at 7:52 am

      Hallo Heike, stimmt, das ist wichtig. Werd ich noch ergänzen. Danke dir :)
      Viele liebe Grüße, Tanja

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